Triebwelle - Wörterbuch

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Triebwelle

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Was ist ein Antriebskegelrad? Kurze Definition

Das Antriebskegelrad, auch als Welle mit Kegelritzel bezeichnet, ist ein integraler Bestandteil des Differentials oder des Endantriebs bei Motorrädern, bei denen die Kraft auf das Hinterrad mittels einer Antriebswelle (Kardanwelle) übertragen wird. Es bildet das Eingangselement des Getriebes, das das Drehmoment von der längs angeordneten Antriebswelle auf das rechtwinklig positionierte Tellerrad überträgt, welches wiederum das Motorradrad antreibt.

Wozu dient das Antriebskegelrad und wie funktioniert es?

Die Hauptaufgabe des Antriebskegelrads ist die Änderung der Kraftübertragungsrichtung um 90 Grad sowie die Realisierung der letzten Übersetzung im Antriebssystem. Es funktioniert nach dem einfachen Prinzip eines Winkelgetriebes. Die Antriebswelle, die entlang der Längsachse des Motorrads verläuft, dreht das Antriebskegelrad. An dessen Ende befindet sich ein kleines Zahnrad (Ritzel), dessen Zähne in die Zähne des wesentlich größeren Tellerrads eingreifen. Diese Konstruktion bewirkt, dass die längs gerichtete Drehbewegung in eine quer gerichtete Drehbewegung umgewandelt wird, und der Unterschied in der Zähnezahl zwischen Ritzel und Tellerrad führt zu einer Reduzierung der Drehzahl und einem gleichzeitigen Anstieg des Drehmoments am Rad.

Wo befindet sich das Antriebskegelrad im Motorrad?

Das Antriebskegelrad befindet sich innerhalb des Gehäuses des Hauptantriebs (Endantriebs), umgangssprachlich auch „Differential“ genannt, das sich an der Hinterradnabe befindet. Es ist ein charakteristisches Merkmal von Motorrädern mit Kardanwelle, wie vielen BMW-Modellen (z. B. mit Boxermotor), Moto Guzzi sowie großen Tourenmotorrädern und Cruisern (z. B. Honda Gold Wing, Yamaha Venture). Es verbindet direkt die Hauptantriebswelle mit dem Mechanismus, der das Rad antreibt.

Arten von Antriebskegelrädern

Im Gegensatz zu Verschleißteilen wie Bremsbelägen gibt es Antriebskegelräder nicht in verschiedenen „Arten“ zur Auswahl für den Benutzer. Ihre Konstruktion ist vom Hersteller für ein bestimmtes Motorradmodell streng festgelegt. Die Unterschiede ergeben sich hauptsächlich aus dem Einsatzbereich und der Konstruktion des Fahrzeugs:
  • Modellspezifik: Jedes Motorradmodell verfügt über ein einzigartiges Antriebskegelrad mit spezifischer Länge, Durchmesser, Zähnezahl und Zahnprofil. Diese Elemente sind zwischen verschiedenen Motorrädern nicht austauschbar.
  • Verzahnungsart: Bei modernen Motorrädern werden fast ausschließlich Bogenzähne (Spiralzähne) verwendet, die im Vergleich zu geraden Zähnen einen ruhigeren, leiseren Lauf und eine bessere Lastübertragung gewährleisten.
  • Reparatursätze: Das Antriebskegelrad (Ritzel) und das Tellerrad werden meist als aufeinander abgestimmtes Paar hergestellt. Während der Bearbeitung werden sie zusammen eingeschliffen, um einen idealen Zahnkontakt zu gewährleisten. Aus diesem Grund wird im Falle einer Störung der Austausch des gesamten Satzes empfohlen.

Verschleiß- oder Ausfallerscheinungen

Ein Ausfall des Antriebskegelrads oder seiner Lager ist ein schwerwiegender Defekt, der nicht ignoriert werden sollte. Typische Symptome sind:
  • Heulen, Summen oder „Wimmern“ aus dem Bereich des Hinterrads: Das häufigste Symptom. Das Geräusch ändert seine Intensität und seinen Ton je nach Geschwindigkeit und danach, ob beschleunigt oder mit Motorbremse gefahren wird.
  • Spürbares Spiel im Antriebsstrang: Wenn das Motorrad auf dem Hauptständer steht und das Hinterrad (bei eingelegtem Gang) vor- und zurückbewegt wird, kann übermäßiges Spiel festgestellt und ein metallisches Klopfen gehört werden.
  • Vibrationen: Ungewöhnliche Vibrationen, die auf das gesamte Motorrad übertragen werden und deren Ursprung im hinteren Teil des Fahrzeugs lokalisiert werden kann.
  • Ölleckage: Eine Beschädigung der Lager des Antriebskegelrads führt häufig zur Undichtigkeit seiner Dichtung, was einen Ölaustritt aus dem Gehäuse des Endantriebs zur Folge hat.
  • Metallspäne im Öl: Beim Ölwechsel im Getriebe deutet eine große Menge Späne am Ablassstopfen (normalerweise magnetisch) auf einen fortschreitenden Verschleiß der Zahnräder oder Lager hin.

Wann sollte das Antriebskegelrad ausgetauscht werden?

Das Antriebskegelrad ist ein Bauteil, das für die gesamte Lebensdauer des Motorrads ausgelegt ist und keinem regelmäßigen Austausch unterliegt. Sein Austausch ist ausschließlich bei Feststellung eines Defekts erforderlich, wie z. B. Beschädigung der Verzahnung (Abnutzung, Bruch) oder Zerstörung der Laufflächen der Lager. Meistens wird es zusammen mit dem Tellerrad sowie einem neuen Satz Lager und Dichtungen ausgetauscht, nachdem eines der oben genannten Symptome diagnostiziert wurde.

Worauf ist bei der Auswahl zu achten?

Die Wahl des Antriebskegelrads beschränkt sich auf die Suche nach dem passenden Ersatzteil und nicht auf die Auswahl zwischen verschiedenen Typen. Die wichtigsten Aspekte sind:
  • Kompatibilität: Dies ist die absolute Priorität. Das Teil muss zu 100 % mit Marke, Modell und Baujahr des Motorrads übereinstimmen. Der sicherste Weg ist die Überprüfung anhand der Fahrgestellnummer (VIN) des Fahrzeugs oder der OEM-Teilenummer.
  • Qualität (OEM vs. Zubehör): Die sicherste Wahl ist ein Originalteil (OEM), das eine perfekte Passform und Langlebigkeit garantiert. Hochwertige Zubehörteile sind selten und sollten von renommierten Herstellern stammen, die auf Antriebssysteme spezialisiert sind.
  • Kauf im Satz: Kaufen Sie das Antriebskegelrad immer im Satz mit dem Tellerrad. Die Montage eines nicht aufeinander abgestimmten Paares führt mit ziemlicher Sicherheit zu einem lauten Getriebelauf und dessen schneller Zerstörung.
  • Zusätzliche Elemente: Beachten Sie, dass der Austausch des Antriebskegelrads den Kauf neuer Lager, Dichtungen und oft auch spezieller Einstellscheiben (Shims) erfordert, die für die korrekte Einstellung des Zahnflankenspiels unerlässlich sind.

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