Thermometer (Öl, Außentemperatur)
Ein Motorradthermometer ist eine Anzeige, die die Motorenöltemperatur oder die Umgebungstemperatur überwacht. Es ist ein Schlüsselzubehör, das die Betriebsbedingungen des Motors kontrollieren lässt und den Komfort sowie die Sicherheit des Fahrers erhöht.
Thermometer (Öl, Außen) – was ist das und wozu dient es?
Ein Motorradthermometer ist je nach Typ ein Messgerät, das dem Fahrer Informationen über die Öltemperatur im Motor oder die Lufttemperatur liefert. Jedes von ihnen erfüllt eine andere, aber ebenso wichtige Funktion. Ein Ölthermometer ist der Hüter der Gesundheit Ihres Motors – es informiert, wann das Aggregat vollständig aufgewärmt und bereit für dynamisches Fahren ist, und warnt auch vor dem Risiko einer Überhitzung, was besonders bei luftgekühlten Motorrädern wichtig ist. Ein Außenthermometer hingegen ist Ihr persönlicher Wetterfrosch – es ermöglicht Ihnen, die tatsächlichen Straßenbedingungen einzuschätzen, sich auf Glatteis bei Temperaturen nahe Null vorzubereiten und einfach die passende Kleidung für das herrschende Wetter auszuwählen, was sich direkt auf den Komfort und die Konzentration während der Fahrt auswirkt.
Arten und Montagesysteme
Motorradthermometer lassen sich in zwei Hauptkategorien unterteilen, die sich in Verwendungszweck und Installationsweise unterscheiden:
Ölthermometer:
- Einschraubbar in den Öleinfülldeckel – das ist der beliebteste und am einfachsten zu montierende Typ. Es hat die Form eines speziellen Deckels mit einer integrierten Anzeige (meist analog), der einfach den Werksverschluss ersetzt. Die Montage ist nicht-invasiv und dauert nur wenige Sekunden.
- Öltemperatursensor – das ist eine Lösung, die in die elektrische Anlage des Motorrads integriert ist, meist werkseitig oder als Teil von Zubehör-Multifunktionsdisplays zu finden. Der Sensor wird in die Ölwanne oder in die Ölleitung geschraubt, und der Messwert wird auf einem digitalen Cockpit angezeigt.
Außenthermometer:
- Am Lenker montiert – eine klassische Lösung in Form einer kleinen Uhr (analog oder digital), die mittels einer speziellen Schelle am Lenker befestigt wird.
- Auf dem Cockpit geklebt – ein kleines, leichtes, oft digitales Thermometer, das mittels doppelseitigem Klebeband an beliebiger Stelle an der Verkleidung oder dem Armaturenbrett befestigt wird.
- In ein anderes Zubehör integriert – oft als eine Funktion in „3-in-1“-Geräten zu finden, die z.B. Uhr, Voltmeter und eben das Thermometer kombinieren.
Wie wählt man das passende Thermometer (Öl, Außen) für sein Motorrad aus?
Die Wahl des passenden Thermometers hängt von seinem Verwendungszweck und dem Typ Ihres Motorrads ab. Bei einem Ölthermometer ist die technische Kompatibilität entscheidend. Sie müssen in der Motorradanleitung nachsehen oder den Originalverschluss messen, um den genauen Gewindetyp und -steigung sowie die Länge des Messstabs zu ermitteln. Thermometerhersteller geben immer eine Liste kompatibler Modelle an, was die Auswahl erheblich erleichtert. Bei Choppern oder Cruisern eignet sich ein klassisches, verchromtes Analogthermometer hervorragend, das den Stil der Maschine unterstreicht. Bei Sport- oder Tourenmotorrädern kann eine diskrete digitale Anzeige die bessere Wahl sein.
Bei der Wahl eines Außenthermometers sollten Sie sich hauptsächlich nach dem verfügbaren Montageraum und der Ästhetik richten. Stellen Sie sicher, dass Sie freien Platz am Lenker oder eine ebene Fläche auf dem Cockpit haben. Passen Sie sein Aussehen an die restlichen Instrumente an – wenn Sie klassische, analoge Anzeigen haben, wählen Sie ein ähnliches Thermometer. Wenn Ihr Motorrad ein modernes LCD-Display besitzt, fügt sich ein digitales Pendant besser ein.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Bei der Auswahl eines Motorradthermometers sollte man sich auf einige Schlüsselmerkmale konzentrieren, die über seine Funktionalität und Langlebigkeit entscheiden:
- Ablesbarkeit – Das Zifferblatt oder Display muss klar und auf einen Blick leicht ablesbar sein, auch bei Sonnenschein. Bei digitalen Modellen ist eine Hintergrundbeleuchtung ein großer Vorteil.
- Glycerinfüllung (für Ölthermometer) – Bei analogen Modellen dämpft Glycerin oder Silikonöl im Inneren der Anzeige die durch Motorvibrationen verursachten Zeigerschwankungen. Dadurch ist der Messwert stabil und präzise, und der Mechanismus ist vor Beschädigung geschützt.
- Wasserdichtigkeit – Das ist eine absolute Notwendigkeit für jedes am Motorrad außen montierte Element. Stellen Sie sicher, dass das gewählte Modell regen- und waschanlagenbeständig ist.
- Messbereich – Ein Ölthermometer sollte eine auf die Betriebstemperaturen des Motors abgestimmte Skala haben, typischerweise von 20°C bis 140°C oder 150°C.
- Verarbeitungsqualität – Ein robustes Gehäuse (z.B. aus Aluminium oder Edelstahl) und kratzfestes Glas sind die Garantie dafür, dass das Zubehör viele Saisons lang hält.
Montage und Nutzung – praktische Tipps
Die Montage eines Thermometers ist in der Regel einfach, aber es gibt ein paar Regeln zu beachten. Das Ölthermometer, das anstelle des Verschlusses eingeschraubt wird, immer bei kaltem Motor installieren, um Verbrühungen zu vermeiden. Denken Sie daran, die Dichtung (O-Ring) vom alten Verschluss auf den neuen zu übertragen, um Dichtheit zu gewährleisten. Ziehen Sie es mit Gefühl an – zuerst von Hand bis zum Anschlag, und dann vorsichtig mit einem Schlüssel, falls nötig.
Wenn Sie ein Außenthermometer am Lenker montieren, verwenden Sie die Gummiunterlagen aus dem Set, um den Lack nicht zu zerkratzen und eine stabile Befestigung zu gewährleisten. Bei geklebten Modellen reinigen und entfetten Sie die Oberfläche vor der Montage gründlich. Beachten Sie auch, dass die Umgebung den Außentemperaturmesswert beeinflusst – ein in der prallen Sonne oder in der Nähe eines heißen Motors angebrachtes Thermometer zeigt überhöhte Werte an. Am besten montieren Sie es an einem schattigen Ort mit guter Luftzirkulation.