Thermofutter - Wörterbuch

check Kostenloser Versand ab 150 Eur
check Bezahlung nach 30 Tagen
check Großhandelsbereich - B2B

Thermofutter

Ein wärmendes Innenfutter ist die innere, meist abnehmbare Schicht einer Motorradjacke oder -hose, deren Hauptaufgabe die Wärmedämmung ist. Es ermöglicht komfortables Fahren bei niedrigeren Temperaturen und erhöht die Vielseitigkeit der Bekleidung erheblich.

Was ist ein (wärmendes) Innenfutter?

Ein wärmendes Innenfutter, oft auch als Thermoeinlage bezeichnet, ist nichts anderes als eine zusätzliche, innere Wärmeschicht, die wir in die Motorradbekleidung ein- oder auszippen können. Es ist ein Schlüsselelement für Ganzjahreskleidung. Es funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Es bildet eine isolierende Barriere, die die vom Körper erzeugte Wärme speichert und deren Entweichen nach außen verlangsamt. Meistens wird es mit Reißverschlüssen und Druckknöpfen befestigt, was einen schnellen An- und Abbau je nach Wetterbedingungen ermöglicht.

Warum ist es so wichtig?

Die Rolle eines wärmenden Innenfutters ist nicht zu unterschätzen, besonders im wechselhaften deutschen Klima. Sein wichtigster Vorteil ist die Gewährleistung des thermischen Komforts. Eine Unterkühlung des Körpers während der Fahrt mindert nicht nur drastisch den Fahrspaß, sondern beeinträchtigt vor allem die Konzentration und Reaktionszeit negativ, was sich direkt auf die Sicherheit auswirkt. Dank dieser Innenfutter kann eine Jacke oder Hose vom frühen Frühling, über kühle Sommermorgen bis in den Spätherbst dienen. Es ist eine Investition in Komfort, Sicherheit und Vielseitigkeit – anstatt drei verschiedener Jacken reicht eine mit einem guten System abnehmbarer Schichten.

Arten und Materialien

Wärmende Innenfutter unterscheiden sich in ihrer Konstruktion und den verwendeten Materialien, was ihre Isolationseigenschaften und Funktionalität beeinflusst.

  • Standard-Steppfutter – der beliebteste Typ. Meistens aus Polyesterfutter mit synthetischer Füllung (z.B. Polyestervlies) gefertigt. Sie sind effektiv, leicht und einfach in der Konstruktion.
  • Innenfutter aus Mikrofleece oder Fleece – sehr angenehm auf der Haut und gut isolierend. Manchmal werden sie als Paneele an strategischen Stellen eingesetzt, um den Komfort zu erhöhen.
  • Innenfutter aus fortschrittlichen Materialien – bei High-End-Bekleidung werden Markenisolierungen wie 3M™ Thinsulate™ oder PrimaLoft® verwendet. Diese zeichnen sich durch ein ausgezeichnetes Wärme-Gewichts-Verhältnis, Leichtigkeit und Feuchtigkeitsbeständigkeit aus.
  • 2-in-1-Innenfutter (in die Membran integriert) – eine seltenere Lösung, bei der die Wärmeschicht mit einer wasserdichten Membran kombiniert ist.
  • Separat tragbare Innenfutter – einige Modelle sind so konzipiert, dass sie nach dem Herausnehmen aus der Jacke als leichte, stylische Softshell- oder Daunenjacke dienen können. Dies ist eine äußerst praktische Lösung für Motorradreisen.

Zertifikate und Sicherheitsnormen

Dies ist ein sehr wichtiger Aspekt: Ein wärmendes Innenfutter unterliegt als solches keiner Sicherheitszertifizierung im Kontext des Schutzes vor Aufprall oder Abrieb. Normen wie ECE oder CE Level 1/2 betreffen Helme, Protektoren und Außenschichten der Bekleidung, die bei einem Unfall direkten Kontakt mit dem Asphalt haben. Die Rolle des Innenfutters ist ausschließlich thermisch. Ihre Aufgabe ist nicht der Schutz vor den Folgen eines Sturzes, sondern vor Unterkühlung. Die Qualität der verwendeten Materialien (z.B. Oeko-Tex-Zertifikat, das die Abwesenheit schädlicher Substanzen belegt) oder die Verwendung von Markenisolierungen (z.B. PrimaLoft®) zeugt jedoch von der Produktqualität und seiner Wirksamkeit bei der Wärmeerhaltung.

Wie wählt man die ideale Größe?

Die Wahl der Größe des Innenfutters ist untrennbar mit der Wahl der Größe der Jacke oder Hose verbunden. Beachten Sie das Schlüsselprinzip: Motorradbekleidung immer mit allen eingezippten Schichten anprobieren – mit dem wärmenden Innenfutter und gegebenenfalls einer Regenschutzmembran. Die Jacke sollte dann passend sitzen, darf aber die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Sie müssen den Lenker frei erreichen und den Oberkörper drehen können. Nach dem Herausnehmen des Innenfutters wird die Kleidung lockerer, was im Sommer erwünscht ist, da es eine bessere Belüftung gewährleistet. Wenn Sie eine Jacke kaufen, die ohne Innenfutter perfekt sitzt, kann sie sich nach dem Einzippen als zu eng erweisen, was den Komfort und die Bewegungsfreiheit einschränkt.

Wie pflegt und reinigt man ein (wärmendes) Innenfutter?

Die richtige Pflege des Innenfutters gewährleistet seine lange Lebensdauer und den Erhalt seiner wärmeisolierenden Eigenschaften. Beginnen Sie immer mit der Überprüfung der Herstellerempfehlungen auf dem Etikett! Die allgemeinen Regeln sind jedoch folgende:

  1. Nehmen Sie das Innenfutter heraus aus der Jacke oder Hose vor dem Waschen.
  2. Waschen Sie es per Hand oder in der Maschine bei niedriger Temperatur (normalerweise 30°C) im Schonwaschgang.
  3. Verwenden Sie spezielle Waschmittel für technische oder Sportbekleidung. Herkömmliche Waschpulver und Weichspüler können die Mikroporen der Fasern verstopfen und deren Isolierfähigkeit schwächen.
  4. Nicht schleudern oder die niedrigstmögliche Schleuderdrehzahl einstellen.
  5. Trocknen Sie es flach liegend oder aufgehängt an einem luftigen Ort, fern von Heizkörpern und direkter Sonneneinstrahlung, die synthetische Fasern beschädigen können.

Bewahren Sie das Innenfutter sauber und vollständig trocken auf, idealerweise eingezippt in die Kleidung oder locker zusammengelegt im Schrank.