Sport-Touring - Wörterbuch

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Sport-Touring

Der Sporttourer, d.h. ein sportliches Tourenmotorrad, ist eine vielseitige Maschine, die die dynamische Leistung und das Handling eines Sportmotorrads mit dem Komfort und der Funktionalität eines Tourenmotorrads verbindet. Es ist die ideale Wahl für Motorradfahrer, die weit und schnell reisen möchten, ohne dabei auf den Adrenalinkick in Kurven oder den Komfort während mehrstündiger Fahrten verzichten zu müssen.

Sporttourer – was bedeutet das? Eine einfache Erklärung

Stellen Sie sich ein Motorrad vor, das das Herz und die Agilität eines Sportlers hat, aber gleichzeitig auf Ihren Rücken achtet und es Ihnen ermöglicht, Gepäck für einen einwöchigen Ausflug mitzunehmen. Das ist ein Sporttourer. In der Praxis ist er der „goldene Mittelweg“ in der Welt der Motorräder. Ingenieure nehmen einen starken Motor und ein sportliches Fahrwerk und „verpacken“ sie dann in eine bequemere Sitzposition, umfangreichere Verkleidungen zum Windschutz und die Möglichkeit der Kofferbefestigung. Dieser Kompromiss erweist sich für viele Motorradfahrer als die ideale Lösung für den Alltag und besondere Anlässe.

Wie funktioniert ein Sporttourer?

Die Funktionsweise eines Sporttourers basiert auf einer harmonischen Verbindung von Eigenschaften aus zwei verschiedenen Welten. Der Schlüssel dazu ist die ausgewogene Konstruktion der einzelnen Elemente:

  • Motor: Typischerweise ist dies ein starkes, flexibles Triebwerk mit großem Hubraum, das ein enormes Drehmoment über einen weiten Bereich liefert. Im Gegensatz zu hochdrehenden Motoren von Sportmaschinen, ist die Charakteristik hier geglättet, was eine flüssige Fahrt auf der Strecke erleichtert.
  • Fahrwerk und Federung: Der Rahmen ist steif, um präzises Handling in Kurven zu gewährleisten, aber die Federung hat einen größeren Federweg und oft einen breiteren Einstellbereich als bei einem Sportmotorrad. Dies ermöglicht eine komfortable Dämpfung von Unebenheiten, ohne die Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten zu verlieren.
  • Ergonomie: Die Sitzposition ist entscheidend. Sie ist aufrechter als bei einem Sportmotorrad (geringere Belastung von Handgelenken und Rücken), aber immer noch leicht nach vorne geneigt, was eine bessere Kontrolle und Aerodynamik bei schneller Fahrt ermöglicht.
  • Aerodynamik: Umfassende Verkleidungen und eine oft verstellbare Windschutzscheibe schützen den Fahrer effektiv vor Winddruck, was die Ermüdung bei langen und schnellen Autobahnfahrten drastisch reduziert.

Welche Vorteile bietet er dem Motorradfahrer?

Die Wahl eines Sporttourers bietet eine Reihe von greifbaren Vorteilen, die jeder zu schätzen weiß, der gerne länger als eine Stunde im Sattel verbringt. Die wichtigsten davon ist die Vielseitigkeit: Eine einzige Maschine eignet sich hervorragend für Wochenendausflüge auf kurvigen Straßen, den täglichen Arbeitsweg und eine Urlaubsreise durch Europa. Er bietet hohen Reisekomfort, selbst mit Sozius und vollem Gepäck, während er gleichzeitig spannende Leistung bietet, sobald Sie Lust auf dynamisches Fahren haben. Das ist auch eine Ersparnis, denn anstatt zwei spezialisierte Motorräder (ein Sport- und ein Tourenmotorrad) zu haben, besitzen Sie eines, das beide Rollen hervorragend meistert.

Der Sporttourer in der Praxis – wo wird er eingesetzt?

Sporttourer sind ein Marktsegment, das sich seit Jahren ungebrochener Beliebtheit erfreut. Es handelt sich um Maschinen, die ab Werk als einheitliches Ganzes konzipiert und gebaut werden, das Sport und Touring verbindet. Es ist keine Option oder ein Zusatzpaket, sondern eine eigenständige Motorradkategorie. Hier finden wir legendäre Modelle wie die Yamaha FJR1300, Kawasaki Ninja 1000SX, BMW R 1250 RS oder Suzuki GSX-S1000GT. Jedes dieser Motorräder ist serienmäßig mit den diese Klasse definierenden Merkmalen ausgestattet, und die Hersteller bieten zusätzliches Zubehör (z. B. Koffersysteme, Heizgriffe) an, das ihre Tourenqualitäten noch weiter steigert.

Geschichte und Entwicklung

Das Konzept des Sporttourers entstand in den 70er Jahren, als Motorradfahrer den Wunsch hegten, die Zuverlässigkeit und den Komfort von Tourenmaschinen mit der Leistung zu verbinden, die japanische Motorräder zu bieten begannen. Als eines der ersten Modelle, das dieses Segment definierte, gilt die BMW R100RS aus dem Jahr 1976, die als erstes Serienmotorrad der Welt eine im Windkanal getestete Vollverkleidung besaß. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Kategorie weiter – Motorräder wurden leistungsstärker, leichter und mit Elektronik vollgepackt. Heute verfügen moderne Sporttourer über Systeme wie Traktionskontrolle, Fahrmodi, semi-aktive Federung oder Quickshifter, die sie noch sicherer und vielseitiger machen als je zuvor.

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