Regenbekleidung - Wörterbuch

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Regenbekleidung

Regenbekleidung ist eine spezielle Motorradkleidung, deren Hauptaufgabe es ist, den Motorradfahrer vor Regen und Wind zu schützen. Sie sorgt für thermischen Komfort und Trockenheit, was sich direkt auf die Sicherheit und Konzentration beim Fahren unter schwierigen Wetterbedingungen auswirkt.

Was ist Regenbekleidung?

Motorrad-Regenbekleidung ist eine äußere Bekleidungsschicht, die dazu entwickelt wurde, eine 100 % wasser- und winddichte Barriere zu bilden. Stell sie dir wie einen Schild vor, der dich und deine Standard-Motorradbekleidung (Jacke, Hose) vor Durchnässung bei starkem Regen schützt. Im Gegensatz zu integrierten Membranen, die nach einiger Zeit von außen Wasser aufnehmen können, wird spezielle Regenbekleidung übergezogen und bildet die erste, undurchdringliche Verteidigungslinie gegen Wasser. Hochwertige Sets sind nicht nur wasserdicht, sondern auch "atmungsaktiv", was die Ansammlung von Feuchtigkeit durch Schweiß im Inneren verhindert.

Warum ist sie so wichtig?

Ihre Bedeutung wird oft unterschätzt, bis man 100 km von zu Hause entfernt von einem heftigen Regenschauer überrascht wird. Ein nasser Motorradfahrer ist ein frierender Motorradfahrer, und eine Unterkühlung des Körpers senkt drastisch die Konzentration und verlängert die Reaktionszeit. Vor Kälte taube Finger verlieren das Gefühl an Brems- und Kupplungshebeln, was zu einer echten Gefahr wird. Regenbekleidung ist daher nicht nur eine Frage des Komforts, sondern vor allem der Sicherheit. Indem sie Trockenheit gewährleistet, ermöglicht sie die Aufrechterhaltung der richtigen Körpertemperatur, Konzentration auf die Straße und volle Kontrolle über das Motorrad. Darüber hinaus verfügen viele Modelle über leuchtende, fluoreszierende Farben und zahlreiche Reflektoren, die Ihre Sichtbarkeit an grauen, regnerischen Tagen radikal verbessern.

Typen und Materialien

Auf dem Markt finden wir verschiedene Grundtypen von Regenbekleidung, die sich in Konstruktion und Materialien unterscheiden:

  • Einteilige Overalls: Umgangssprachlich auch "Kondome" genannt. Sie bieten den absolut besten Schutz, da sie keine Lücken zwischen Jacke und Hose haben, durch die Wasser eindringen könnte. Ideal für lange Touren. Ihr Nachteil ist ein etwas geringerer Komfort beim Anziehen.
  • Zweiteilige Sets: Bestehen aus einer separaten Jacke und Hose. Dies ist die beliebteste und vielseitigste Lösung. Man kann nur die Jacke verwenden, und das gesamte Set lässt sich leichter anziehen, selbst in Eile am Straßenrand.
  • Materialien: Die einfachsten Modelle bestehen aus PVC oder Nylon, das mit einer wasserdichten Beschichtung versehen ist. Sie sind zu 100 % wirksam, bieten aber keine "Atmungsaktivität". Fortschrittlichere Sets verwenden Materialien mit Membranen, die Wasser nicht nach innen lassen, aber gleichzeitig das Verdunsten von Schweiß nach außen ermöglichen, was den Komfort erheblich steigert.

Zertifikate und Sicherheitsstandards

Es ist wichtig zu verstehen, dass Regenbekleidung selbst selten Zertifikate für Abrieb- oder Stoßfestigkeit besitzt, wie z.B. CE-Normen für Protektoren. Ihre Aufgabe ist es nicht, vor den Folgen eines Unfalls zu schützen – dafür ist die darunter getragene Motorradschutzkleidung zuständig. Die Normen und Parameter, auf die in diesem Fall geachtet werden sollte, betreffen etwas anderes:

  • Wasserdichtigkeit: Wird oft in Millimetern Wassersäule angegeben (z.B. 5.000 mm, 10.000 mm). Je höher der Wert, desto größer ist der Wasserdruck, dem das Material standhalten kann, bevor es durchnässt wird.
  • Sichtbarkeit: Obwohl nicht obligatorisch, ist es ratsam, nach Bekleidung mit reflektierenden Elementen zu suchen, die der Norm EN ISO 20471 entsprechen. Diese gewährleistet eine hohe Sichtbarkeit sowohl tagsüber als auch nachts.

Denk daran, Regenbekleidung ist eine zusätzliche Schicht. Ziehe sie immer über eine zertifizierte Jacke und Hose mit Protektoren an.

Wie wählt man die ideale Größe?

Die goldene Regel: Probiere Regenbekleidung immer über deiner Standard-Motorradbekleidung an! Kaufe sie niemals "passgenau", indem du dich in einem normalen T-Shirt misst. Sie muss groß genug sein, um darunter eine Jacke mit Protektoren und ein dickeres Fleece bequem aufzunehmen.

  1. Ziehe deine vollständige Motorradbekleidung an.
  2. Achte beim Anprobieren der Regenbekleidung darauf, dass sie deine Bewegungen nicht einschränkt. Mache ein paar Kniebeugen, strecke die Arme nach vorne, als würdest du den Lenker halten.
  3. Überprüfe die Länge der Ärmel und Hosenbeine – sie müssen lang genug sein, um in Motorradposition Handgelenke und Knöchel zu bedecken.
  4. Vermeide eine zu große Größe. Zu lockeres Material flattert bei höheren Geschwindigkeiten im Wind ("Segel-Effekt"), was sehr anstrengend und ablenkend ist.
  5. Achte auf die Verstellmöglichkeiten (Klettverschlüsse oder Gummizüge) an der Taille, an den Manschetten und Knöcheln. Sie ermöglichen eine präzise Anpassung der Kleidung und dichten sie gegen Wind und Wasser ab.

Wie pflegt und reinigt man Regenbekleidung?

Damit deine Regenbekleidung möglichst lange hält, musst du sie richtig pflegen. Zuerst solltest du sie nach jeder Fahrt im Regen immer an einem luftigen Ort zum vollständigen Trocknen aufhängen. Lasse sie niemals nass und zusammengeknüllt im Koffer oder in der Tasche liegen, da sich sonst schnell Schimmel und ein unangenehmer Geruch bilden. Für die Reinigung von Schlamm und Straßenschmutz genügt meist ein Schwamm mit lauwarmem Wasser. Falls eine Wäsche notwendig ist, überprüfe immer das Etikett des Herstellers. In der Regel wird Handwäsche oder Maschinenwäsche bei niedriger Temperatur mit speziellen Reinigungsmitteln für Funktionskleidung empfohlen, die die Membranen nicht verstopfen. Verwende niemals Waschpulver oder Weichspüler! Mit der Zeit kann die werkseitige wasserabweisende Schicht (DWR) abgenutzt sein. Wenn du bemerkst, dass Wasser nicht mehr abperlt, sondern in das Material eindringt, ist es Zeit, die Imprägnierung mit speziellen Sprays oder Waschmitteln aufzufrischen.

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