Kombianzug (einteilig, zweiteilig) - Wörterbuch

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Kombianzug (einteilig, zweiteilig)

Der Motorradkombi ist ein Schlüsselelement der Schutzkleidung, bestehend aus einer integrierten Jacke und Hose. Er ist in einer einteiligen Variante erhältlich, die für sportliches Fahren bevorzugt wird, sowie in einer zweiteiligen Variante, die mehr Vielseitigkeit für den Alltag und auf Reisen bietet.

Was ist ein Motorradkombi (einteilig, zweiteilig)?

Der Motorradkombi ist eine fortschrittliche Schutzkleidung, die darauf ausgelegt ist, den gesamten Körper des Motorradfahrers zu schützen. Seine Hauptaufgabe ist es, maximalen Schutz vor den Folgen eines Sturzes zu bieten – vor allem vor Abrieb und Stößen. Das einteilige Modell ist ein Ganzes, das Jacke und Hose fest miteinander verbindet, was höchste Sicherheit garantiert. Der zweiteilige Kombi hingegen besteht aus einer separaten Jacke und Hose, die mit einem stabilen Reißverschluss miteinander verbunden werden können, was einen Kompromiss zwischen Sicherheit und Alltagstauglichkeit bietet.

Warum ist er so wichtig?

Der Kombi ist Ihre zweite Haut und die wichtigste Investition in die Sicherheit nach dem Helm. Im Falle eines Unfalls nimmt er die gesamte Aufprallenergie auf und schützt Ihre Haut vor dem Kontakt mit dem Asphalt. Normale Kleidung, selbst dicke Jeans, reißt in Sekundenbruchteilen. Der Kombi minimiert dank strapazierfähiger Materialien und zertifizierten Protektoren an Ellbogen, Schultern, Rücken, Hüften und Knien das Risiko schwerer Verletzungen. Neben der Sicherheit verbessert ein gut sitzender Kombi die Aerodynamik, reduziert den Luftwiderstand bei höheren Geschwindigkeiten, was zu weniger Ermüdung und mehr Fahrkomfort führt.

Arten und Materialien

Die Wahl des Kombis hängt hauptsächlich von Ihrem Fahrstil ab. Hier ist die grundlegende Unterteilung:

  • Einteiliger Kombi: Die erste Wahl für die Rennstrecke und für dynamisches, sportliches Fahren auf der Straße. Seine kompakte Bauweise eliminiert das Risiko, dass sich die Jacke während eines Schleuderns öffnet oder hochrutscht, und bietet kompromisslosen Schutz.
  • Zweiteiliger Kombi: Eine vielseitigere Lösung, ideal für Touren und Stadtfahrten. Die Möglichkeit, die Jacke abzutrennen und separat zu tragen, macht ihn bei Pausen auf Reisen wesentlich praktischer.

Was die Materialien betrifft, dominieren zwei Optionen:

  • Leder: Meist Rinds- oder Känguruleder. Bietet unübertroffene Abriebfestigkeit, passt sich hervorragend an den Körper an und ist ein Synonym für den Motorradstil. Erfordert jedoch regelmäßige Pflege.
  • Textilien: Moderne Synthetikmaterialien (z.B. Cordura, Kevlar) bieten enorme Vielseitigkeit. Sie sind oft mit wasserdichten Membranen und herausnehmbaren Thermofuttern ausgestattet, was sie zur idealen Wahl für wechselhaftes Wetter macht. Sie sind auch pflegeleichter.

Zertifikate und Sicherheitsnormen

Beim Kauf eines Kombis achten Sie auf die Etiketten – sie geben Auskunft über den Schutzgrad. Die wichtigste Norm ist die EN 17092, die die Abrieb- und Reißfestigkeit der gesamten Kleidung festlegt. Sie hat mehrere Klassen:

  • AAA: Höchster Schutzgrad, erforderlich für Rennstreckenkleidung.
  • AA: Hoher Schutz, geeignet für Touren und schnelleres Fahren auf der Straße.
  • A: Grundlegender Schutzgrad für Stadtfahrten bei niedrigeren Geschwindigkeiten.

Ebenso wichtig sind die Protektoren, zertifiziert gemäß der Norm EN 1621. Sie sind in zwei Stufen erhältlich:

  • Level 1 (Stufe 1): Standardschutz.
  • Level 2 (Stufe 2): Absorbieren etwa doppelt so viel Aufprallenergie wie Level-1-Protektoren. Dies ist die beste Wahl, wenn maximale Sicherheit Priorität hat.

Stellen Sie sicher, dass der Kombi über einen vollständigen Satz Protektoren an Schlüsselstellen verfügt: an Schultern, Ellbogen, Knien und idealerweise auch an Hüften und Rücken (oder zumindest eine Tasche für einen speziellen Rückenprotektor).

Wie man die perfekte Größe wählt?

Ein gut sitzender Kombi ist die Basis – ein zu lockerer Kombi führt dazu, dass die Protektoren bei einem Sturz verrutschen, und ein zu enger schränkt die Bewegungsfreiheit ein. Beachten Sie einige Regeln:

  1. Messen Sie sich genau: Verwenden Sie ein Maßband und messen Sie den Brustumfang, Taillenumfang, Hüftumfang sowie die Ärmel- und Beinlänge. Vergleichen Sie die Ergebnisse mit der Größentabelle des jeweiligen Herstellers.
  2. Probieren Sie ihn in Fahrposition an: Der Kombi ist für das Fahren geschnitten. Wenn Sie gerade stehen, kann er unbequem wirken, die Beine zu kurz und am Rücken ziehen. Erst in Fahrposition (leicht gebeugte Ellbogen und Knie) zeigt er seine wahre Passform.
  3. Er muss eng anliegen, aber nicht einengen: Er sollte wie eine zweite Haut sitzen, aber die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Denken Sie daran, dass sich Leder mit der Zeit leicht dehnt und anpasst. Textilmaterialien haben diese Eigenschaft nicht.
  4. Protektoren an Ort und Stelle: Überprüfen Sie, ob die Protektoren an Ellbogen, Schultern und Knien genau dort sitzen, wo sie sein sollen.

Wie pflegt und reinigt man den Kombi?

Damit Ihr Kombi viele Saisons hält, müssen Sie ihn richtig pflegen. Die Pflege hängt vom Material ab:

  • Lederkombi: Entfernen Sie nach jeder Fahrt Insekten und Schmutz mit einem feuchten Tuch. Verwenden Sie regelmäßig (alle paar Monate oder nach Fahrten im Regen) spezielle Reinigungs- und Pflegemittel für Leder. Diese Produkte befeuchten das Leder und verhindern Risse und Verhärtungen. Trocknen Sie Leder niemals in der Sonne oder auf der Heizung!
  • Textilkombi: Die meisten Textilkombis können bei niedriger Temperatur in der Waschmaschine gewaschen werden (beachten Sie immer die Herstellerempfehlungen auf dem Etikett!). Denken Sie daran, vorher alle Protektoren zu entfernen. Verwenden Sie spezielle Waschmittel für technische Kleidung, die die Poren der Membran nicht verstopfen. Nach dem Waschen ist es ratsam, die Imprägnierung mit speziellen Sprühprodukten zu erneuern, um die wasserabweisenden Eigenschaften wiederherzustellen.

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