Helm (Integralhelm, Klapphelm, Jethelm, Modularhelm)
Der Motorradhelm ist das wichtigste Ausrüstungselement jedes Motorradfahrers, konzip zum Schutz des Kopfes vor Verletzungen im Falle eines Unfalls. Es gibt ihn in vielen Ausführungen, wie Integralhelm, Klapphelm, Jethelm oder Modularhelm, um verschiedenen Bedürfnissen und Fahrstilen gerecht zu werden.
Was ist ein Helm (Integralhelm, Klapphelm, Jethelm, Modularhelm)?
Ein Motorradhelm ist eine spezielle Kopfbedeckung, deren primäre und wichtigste Aufgabe der Schutz von Leben und Gesundheit des Motorradfahrers ist. Seine Konstruktion besteht aus einer harten Außenschale, die die Aufprallenergie verteilt, und einer Innenschicht (EPS), die diese Energie absorbiert. Er ist ein absolut entscheidendes und gesetzlich vorgeschriebenes Kleidungsstück für Motorradfahrer, das den wichtigsten Körperteil schützt – den Kopf.
Warum ist er so wichtig?
Als Verkäufer mit langjähriger Erfahrung sage ich es direkt: Der Helm rettet Leben. Die Statistiken sind unerbittlich – bei einem Motorradunfall ist der Kopf am stärksten tödlichen Verletzungen ausgesetzt. Ein gut sitzender Helm mit Sicherheitszertifikat erhöht Ihre Überlebenschancen drastisch und minimiert das Risiko dauerhafter Gesundheitsschäden. Das ist noch nicht alles. Der Helm schützt auch vor Wind, Regen, Lärm, Insekten und Steinen, die von den Rädern anderer Fahrzeuge aufgewirbelt werden, was sich direkt auf Komfort und Konzentration während der Fahrt auswirkt.
Arten und Materialien
Die Wahl des Helms hängt von Ihrem Fahrstil, Ihrem Motorrad und Ihren persönlichen Vorlieben ab. Hier sind die gängigsten Typen:
- Integralhelm: Einteilige, geschlossene Konstruktion mit fest verbautem Kinnteil. Bietet das höchste Sicherheitsniveau und wird daher für sportliche Fahrten, Touren und den Alltag gewählt.
- Klapphelm: Verfügt über ein hochklappbares Kinnteil, das die Sicherheit eines Integralhelms mit dem Komfort eines Jethelms im Stand verbindet. Ideal für Tourenfahrer und Stadtpendler.
- Jethelm: Hat keinen Kinnschutz, was ein weites Sichtfeld und hervorragende Belüftung bietet. Beliebt bei Besitzern von Choppern, Cruisern und Rollern.
- Modularhelm: Moderne Konstruktion, oft mit dem Klapphelm verwechselt. Modularhelme bieten noch größere Vielseitigkeit, z. B. durch ein komplett abnehmbares Kinnteil, das es ermöglicht, einen Integralhelm in einen Jethelm zu verwandeln.
Die Helmschalen werden meist aus Polycarbonat (Thermoplast) gefertigt, was eine wirtschaftliche und sichere Lösung ist, oder aus Verbundwerkstoffen (Glasfaser, Kohlefaser, Aramidfaser), die leichter, widerstandsfähiger und besser in der Energieabsorption sind.
Zertifikate und Sicherheitsnormen
Beim Kauf eines Helms sollten Sie immer prüfen, ob er das entsprechende Zertifikat besitzt. Das ist Ihre Garantie, dass das Produkt strenge Tests bestanden hat. Die wichtigste Norm in Europa ist ECE. Derzeit gilt die neueste, anspruchsvollere Norm ECE 22.06, die die ältere ECE 22.05 ersetzt hat. Helme mit dem 22.06-Zertifikat werden auf Stöße aus verschiedenen Winkeln (nicht nur senkrecht) und bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten getestet, und ihre Widerstandsfähigkeit gegen Rotationskräfte wird überprüft. Wenn Sie einen Helm mit dieser Norm wählen, investieren Sie in den höchsten verfügbaren Sicherheitsstandard.
Wie man die ideale Größe wählt?
Ein falsch gewählter Helm bietet keinen Schutz! Um die ideale Größe zu finden, gehen Sie wie folgt vor:
- Messen Sie Ihren Kopfumfang: Verwenden Sie ein Maßband und messen Sie den Kopfumfang an der breitesten Stelle, etwa 1-2 cm über den Augenbrauen und Ohren.
- Vergleichen Sie mit der Hersteller-Tabelle: Jede Marke hat ihre eigene Größentabelle. Ordnen Sie Ihr Ergebnis der entsprechenden Größe zu (z. B. 58 cm ist normalerweise Größe M).
- Probieren Sie den Helm an: Nach dem Aufsetzen muss der neue Helm eng sitzen. Die Wangenpolster sollten die Wangen deutlich drücken, es dürfen aber keine schmerzhaften Druckpunkte entstehen (z. B. an Stirn oder Schläfen).
- Führen Sie Tests durch: Fassen Sie den Helm und versuchen Sie, ihn seitlich sowie auf und ab zu bewegen – der Helm sollte sich nicht auf dem Kopf verschieben. Die Haut an Stirn und Wangen sollte sich mitbewegen. Schließen Sie den Riemen und versuchen Sie, den Helm nach vorne vom Kopf zu ziehen – er darf sich nicht abnehmen lassen.
- Warten Sie einen Moment: Tragen Sie den Helm einige Minuten im Geschäft, um sicherzustellen, dass er nirgends drückt.
Wie pflegt und reinigt man einen Helm (Integralhelm, Klapphelm, Jethelm, Modularhelm)?
Regelmäßige Pflege verlängert die Lebensdauer des Helms und sorgt für Hygiene. Waschen Sie die Außenschale und das Visier mit lauwarmem Wasser und milder Seife, verwenden Sie dabei ein weiches Mikrofasertuch, um Kratzer zu vermeiden. Verwenden Sie niemals aggressive Chemikalien! Wenn das Innenfutter herausnehmbar ist, können Sie es von Hand mit einem milden Waschmittel waschen und bei Raumtemperatur trocknen lassen. Für die Innenreinigung gibt es auch spezielle Schaumreiniger und Sprays. Bewahren Sie den Helm im Originalbeutel an einem trockenen und gut belüfteten Ort auf, fern von Sonne und Wärmequellen.