Gore-Tex
Gore-Tex ist eine technologisch fortschrittliche Membran, die in Motorradbekleidung verwendet wird und gleichzeitig Wasserdichtigkeit, Winddichtigkeit und Atmungsaktivität bietet. Dadurch bleibt der Motorradfahrer auch bei wechselhaften Wetterbedingungen trocken und komfortabel.
Gore-Tex – was ist das und was leistet es?
Gore-Tex ist der Handelsname einer mikroporösen Membran aus Polytetrafluorethylen (ePTFE), die in Kleidung, Schuhen oder Handschuhen eingesetzt wird. Ihr Phänomen liegt in ihrer einzigartigen Struktur: Sie besitzt über eine Milliarde Poren pro Quadratzentimeter. Diese Poren sind etwa 20.000 Mal kleiner als ein Wassertropfen, wodurch Wasser von außen (z.B. Regen) nicht eindringen kann. Gleichzeitig sind diese Poren 700 Mal größer als ein Wasserdampfmolekül, sodass Schweiß in Gasform ungehindert nach außen entweichen kann. Für den Motorradfahrer bedeutet dies in der Praxis drei entscheidende Vorteile: vollständigen Schutz vor Regen und Wind, Feuchtigkeitsableitung vom Körper und hohen thermischen Komfort, der es ermöglicht, sich auf das Fahren zu konzentrieren, statt gegen das Wetter anzukämpfen.
Was unterscheidet es von Standardprodukten?
Vergleicht man Motorradbekleidung mit Gore-Tex-Membran mit „serienmäßiger“ Regenschutzkleidung, also solcher, die mit günstigeren, markenlosen Membranen oder gewöhnlichen wasserdichten Unterlagen ausgestattet ist, ist der Unterschied fundamental. Standardlösungen wirken oft wie Folie – sie sind wasserdicht, blockieren aber die Atmungsaktivität vollständig. Dies führt zum sogenannten „Plastiksack-Effekt“, bei dem der Motorradfahrer von innen schwitzt und nass wird, selbst wenn der Regen nicht durch die Jacke gedrungen ist. Gore-Tex hingegen managt die Feuchtigkeit aktiv. Darüber hinaus durchlaufen Produkte mit dem Gore-Tex-Logo strenge Tests und sind durch die Wasserdichtheitsgarantie „GUARANTEED TO KEEP YOU DRY™“ abgedeckt. Günstige Membranen verlieren oft nach wenigen Wäschen oder durch normalen Verschleiß ihre Eigenschaften, während Gore-Tex ein Synonym für Langlebigkeit und Zuverlässigkeit über viele Saisons hinweg ist.
Auswirkungen des Tragens
Im Kontext von Bekleidung bedeutet „Montage“ das Anlegen und Nutzen. Die Effekte sind sofort spürbar und beeinflussen viele Aspekte des Fahrens. Im Hinblick auf die Ergonomie ist Bekleidung mit laminierter Gore-Tex-Membran (wo sie dauerhaft mit der Außenschicht verbunden ist) leichter und weniger steif als Jacken mit herausnehmbaren, dicken Innenfuttern. Dies führt zu größerer Bewegungsfreiheit. Am wichtigsten ist jedoch der Einfluss auf die Sicherheit. Das Fahren bei Regen und Kälte führt zu einer Unterkühlung des Körpers, was die Reaktionszeit verlangsamt und die Konzentration mindert. Indem Gore-Tex den Körper trocken und thermisch komfortabel hält, ermöglicht es die volle psychophysische Leistungsfähigkeit zu bewahren, was sich direkt in sichereren Kilometern unter schwierigen Wetterbedingungen niederschlägt.
Gore-Tex und das Gesetz – ist es legal?
Die Gore-Tex-Membran selbst als textiles Material unterliegt keinen rechtlichen oder homologationsrechtlichen Vorschriften. Sie ist zu 100 % legal. Es ist jedoch zu beachten, dass Gore-Tex für den Schutz vor Witterungseinflüssen zuständig ist, nicht für den Schutz vor den Folgen eines Unfalls. Entscheidend aus rechtlicher und sicherheitstechnischer Sicht ist, dass Motorradbekleidung, in der die Membran verwendet wird, eine Konformitätsbescheinigung gemäß der Norm EN 17092 besitzt. Dies bedeutet, dass die gesamte Konstruktion der Jacke oder Hose (Außenmaterial, Nähte, Protektoren) auf Abrieb- und Stoßfestigkeit geprüft wurde. Achten Sie daher bei der Wahl von Gore-Tex-Bekleidung immer darauf, dass diese über die entsprechende CE-Zertifizierung verfügt, die ihren Status als Schutzkleidung für das Motorradfahren bestätigt.
Worauf ist bei der Wahl und Pflege zu achten?
Bei der Wahl von Bekleidung mit Gore-Tex-Membran ist es entscheidend, ihre Arten zu verstehen. Die gängigsten sind: Z-Liner (Membran lose zwischen Obermaterial und Futter – eine günstigere Lösung) sowie 2L- und 3L-Laminate (Membran dauerhaft mit dem Obermaterial verbunden – teurer, aber leichter, schneller trocknend und nimmt kein Wasser auf). Achten Sie beim Anprobieren der Kleidung darauf, dass sie sowohl mit als auch ohne wärmende Schichten passt. Die „Montage“, in diesem Fall die Pflege, ist entscheidend für den Erhalt der Membraneigenschaften. Die Kleidung sollte regelmäßig mit speziellen Mitteln für Funktionsbekleidung (ohne Weichspüler!) gewaschen und im Wäschetrockner bei niedriger Temperatur getrocknet werden. Die Wärme reaktiviert die werkseitige Imprägnierung (DWR), die dafür sorgt, dass Wasser auf der Materialoberfläche abperlt und die Funktion der Membran unterstützt.
Womit sollte man es kombinieren?
Um das Potenzial der Gore-Tex-Membran voll auszuschöpfen, sollte das Schichtprinzip beachtet werden. Eine Jacke für über 3000 PLN mit einem Baumwoll-T-Shirt zu kombinieren, ist der häufigste Fehler. Baumwolle saugt Schweiß wie ein Schwamm auf und bleibt nass, wodurch der Atmungsprozess der Membran blockiert wird. Das richtige Set besteht aus: 1. **Basisschicht (Base Layer):** Direkt auf der Haut sollte Funktionsunterwäsche (synthetisch oder aus Merinowolle) getragen werden, deren Aufgabe es ist, den Schweiß schnell von der Körperoberfläche abzuleiten. 2. **Mittelschicht (Mid Layer):** An kalten Tagen ist dies eine isolierende Schicht, z.B. ein Fleece-Pullover, Softshell oder eine leichte Daunenjacke. Ihr Ziel ist es, die Wärme zu speichern und die Feuchtigkeit weiter nach außen zu transportieren. 3. **Außenschicht (Outer Shell):** Dies ist die Jacke oder Hose mit Gore-Tex-Membran, die vor Wind und Regen schützt und gleichzeitig die Feuchtigkeit aus den inneren Schichten verdunsten lässt. Ein solches System garantiert Komfort unter allen Bedingungen.