Cordura - Wörterbuch

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Cordura

Cordura ist der Handelsname einer Familie hochfester und abriebfester Polyamid-(Nylon-)Gewebe, die von der Firma Invista hergestellt werden. Dieses Material ist eine Schlüsselkomponente hochwertiger Motorradbekleidung, die Sicherheit und Komfort gewährleistet.

Cordura – was ist das und was bringt es?

Cordura ist ein fortschrittliches Textilmaterial, dessen Hauptaufgabe der Schutz des Motorradfahrers ist. Stellen Sie es sich als einen Schild vor, der Ihre Haut vom Asphalt trennt. Dank der speziellen Struktur hochdichter Nylonfasern (angegeben in Denier-Einheiten, z. B. 500D, 1000D) ist Cordura extrem widerstandsfähig gegen Abrieb, Risse und Durchstiche. In der Praxis bedeutet dies, dass sich das Material bei einem möglichen Sturz nicht sofort abreibt, sondern Ihnen entscheidende Sekunden des Schutzes verschafft. Darüber hinaus wird es häufig mit wasser- und winddichten Membranen kombiniert, was Kleidung daraus zu einer universellen Lösung für verschiedene Wetterbedingungen macht.

Worin unterscheidet es sich von Serienteilen?

Vergleicht man Motorradbekleidung aus Cordura mit "Serien"-Kleidung wie gewöhnlichen Jeans oder Polyesterjacken, so ist der Unterschied fundamental und betrifft vor allem die Sicherheit. Ein gewöhnliches Textilmaterial, selbst ein dickes, kann bei Kontakt mit Asphalt bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h in Sekundenbruchteilen verschwinden und zu schweren Verletzungen führen. Cordura ist genau für solche Situationen konzipiert. Ihre Abriebfestigkeit ist um ein Vielfaches höher. Darüber hinaus verfügt Cordura-Bekleidung im Gegensatz zu gewöhnlichen Stoffen über zertifizierte Protektoren an Ellbogen, Schultern, Rücken und Knien, die die Aufprallenergie absorbieren. Das ist wie der Vergleich eines Fahrradhelms mit einem Integralhelm – beide schützen etwas, aber nur einer ist für echte Herausforderungen gedacht.

Auswirkungen der Montage

Im Kontext des Materials bedeutet "Montage" einfach die Wahl und das Tragen von Cordura-Bekleidung. Die Effekte sind sofort und vielschichtig. In Bezug auf die Sicherheit erhalten Sie den höchsten Grad an passivem Schutz in der Kategorie der Textilbekleidung. Was die Ergonomie betrifft, ist moderne Cordura-Bekleidung deutlich leichter und flexibler als Lederbekleidung und bietet mehr Bewegungsfreiheit und Komfort, insbesondere auf Touren. Auch das Aussehen ist ein großes Plus – es gibt Hunderte von Schnitten und Farben, von sportlich bis zivil, wodurch Sie das Outfit an den Stil des Motorrads und Ihre eigenen Vorlieben anpassen können. Was Leistung und Sound angeht – hier hat Cordura keinen Einfluss, aber es gibt Ihnen das Selbstvertrauen, sich voll und ganz auf den Fahrspaß konzentrieren zu können.

Cordura und das Gesetz – ist es legal?

Das Material Cordura selbst unterliegt keinen rechtlichen Vorschriften. Entscheidend ist jedoch die gesamte daraus gefertigte Kleidung. Gemäß den EU-Vorschriften muss jede Motorradjacke oder -hose, die als persönliche Schutzausrüstung verkauft wird, eine CE-Zertifizierung gemäß der Norm EN 17092 besitzen. Diese Norm legt Schutzklassen (A, AA, AAA) fest, und die Verwendung von so strapazierfähigen Materialien wie Cordura ist unerlässlich, um die höchsten Zertifizierungen (AA und AAA) zu erhalten. Beim Kauf einer Cordura-Jacke von einem renommierten Hersteller können Sie sicher sein, dass das Produkt strenge Tests bestanden hat und die gesetzlichen Anforderungen an Schutzbekleidung für Motorradfahrer erfüllt.

Worauf sollte man bei Auswahl und Montage achten?

Bei der Wahl von Cordura-Bekleidung sollten Sie auf einige wichtige Aspekte achten. Erstens, die Materialdichte – je höher der Denier-Wert (z. B. 1000D), desto höher die Widerstandsfähigkeit, aber auch die Steifigkeit. Ein beliebter Kompromiss liegt bei 500D-700D. Zweitens, prüfen Sie, ob an strategischen Stellen (Schultern, Ellbogen, Knie) doppelte Materialschichten oder noch stärkere Einsätze verwendet wurden. Drittens, die Passform ist entscheidend – die Kleidung muss eng am Körper anliegen, damit die Protektoren bei einem Unfall an Ort und Stelle bleiben. Achten Sie darauf, dass sie eine Verstellung an der Taille, an den Ärmeln und Manschetten hat. Beachten Sie auch die Qualität der Reißverschlüsse (die besten sind YKK) sowie das Vorhandensein und die Art der wasserdichten Membran.

Womit lässt es sich gut kombinieren?

Cordura-Bekleidung bildet ein Schutzsystem, das am besten in Kombination mit anderen Elementen funktioniert. Absolute Grundlage sind zertifizierte CE-Protektoren der Stufe 2 (Level 2), die eine wesentlich bessere Absorption der Aufprallenergie bieten als Standard-Protektoren der Stufe 1. Um den thermischen Komfort zu erhöhen, empfiehlt es sich, Funktionsunterwäsche darunter zu tragen, die Schweiß ableitet und eine optimale Körpertemperatur aufrechterhält. An kalten Tagen ist ein zusätzliches wärmendes Innenfutter unverzichtbar, und bei Regen eine herausnehmbare wasserdichte Membran. Das Ganze wird idealerweise durch hochwertige Motorradhandschuhe und -stiefel ergänzt, wodurch ein komplettes, sicheres und komfortables Outfit für jede Fahrt entsteht.